Das MUNA-Museum Grebenhain, dass sich die Aufarbeitung der Geschichte der ehemaligen Luft-MUNitions-ANstalt Hartmannshain zur Aufgabe gemacht hat, präsentierte am Sonntag die neue ‚Außenstelle im NATO-Bunker‘ den Besuchern. Neben sperrigen Exponaten aus der Zeit der Waffenfabrikation werden hier auch Plakate der Friedensbewegung der 1980er Jahre ausgestellt, die gegen die Militarisierung in Osthessen protestiert hatte.

Das NATO-Lager war ein Versorgunslager, dass von der US-Armee von 1982 bis 1990 betrieben wurde. Heute werden die 27 Bunker als Lager für Privatpersonen und Gewerbetreibende vermietet. Die Ringstraße entlang der Bunker in dem noch immer von einer doppelten Zaunanlage umgebenen Gelände wurde für hier trainierende Roll-Ski-Fahrer geteert.

Zum Internationalen Museumstag nutzten etwa drei bis vierhundert Gäste die Gelegenheit im Museum in der Alten Schule in Bermuthshain eine Vorführung mit zahlreichen historischen Fotos der ehemaligen NS-Waffenfabrik zu sehen. In der Dauerausstellung werden die Waffenproduktion, Zwangsarbeit und die Folgen für Europa thematisiert. Die Initiatoren wollen jeden Eindruck einer unreflektierten Waffenschau vermeiden – weshalb in der Außenstelle NATO-Bunker das Motto ‚Nie wieder Krieg!‘ den Ausstellungsraum dominiert.

Fahrt durch eine militarisierte Landschaft

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Auf meiner Fahrt am letzten Sonntag von Fulda nach Bermuthshain und zurück, konnte ich mich dieser Warnung vor der Militarisierung der Region auch nicht entziehen. Während der Fahrt kam ich gleich an einigen Stellen vorbei, die von der Militarisierung der Landschaft im Kalten Krieg Zeugnis ablegen. Die Karte zeigt diese Elemente, die mir rein zufällig auffielen – von den erst kürzlich erwähnten NATO-Brückenschildern über eine Vorbereitete Sperranlage im Wald bis hin zum Blick gen Osten über die Fulda-Senke bis in die Rhön.

Kennen Sie weitere solche Orte der Militarisierung an dieser Strecke (oder in der Nähe), die mir beim Blick aus dem Autofenster entgangen sind?