Die Erinnerung an den Kalten Krieg ist ein aktuelles Thema. Dass zeigt auch die Medienberichterstattung über Relikte des Kalten Krieges und Erinnerungen an diese Zeit. Deshalb sammele ich in einer Presseschau ab sofort Berichte zu diesen Themen und stelle sie hier monatlich gebündelt knapp vor. Daraus soll ein Überblick über die ‚Erinnerungslandschaft Kalter Krieg‘ im Spiegel der Medien entstehen.

Gemeint ist kein klassischer Pressespiegel – denn die Liste erhebt weder Anspruch auf Vollständigkeit noch möchte ich das Feld zu eng eingrenzen. In der Presseschau sollen Pressemitteilungen und Artikel nach eher unscharfen Kriterien gesammelt und ggf. mit weiteren Hinweisen ergänzt werden:

  • – Themenbereiche
    • – Erinnerungen an den Kalten Krieg
    • – Berichte zu Relikten des Kalten Krieges
    • – Berichte zur Konversion nach Ende des Kalten Krieges
  • – regionaler Bezug
    • – insbesondere Schleswig-Holstein und die als Fulda Gap bezeichnete Region in Hessen
    • – Deutschland
    • – das Ausland in besonders aktuellen oder interessanten Fällen
  • – Quellen
    • – vor allem Zeitungen und Magazine, d.h. redaktionelle Angebote
    • – natürlich aber auch aktuell berichtende Blogs
    • – Pressemitteilung etc.

Dazu brauche ich Ihre / Eure Mithilfe! Auch mit google und Co. lässt sich bei einer derart unscharfen Suche nicht alles finden. Wenn Sie / Ihr mich auf einen Artikel hinweisen wollt, dann kontaktiert mich gerne per Mail oder über das facebook-Profil dieser Seite. Schon jetzt sage ich herzlichen Dank dafür! Auf der facebook-Seite werde ich ausgewählte Hinweise auch schon vor Ablauf des Monats posten.

Presseschau Dezember 2012

Hessen. Noch 191 Sperranlagen

Die Frankfurter Neue Presse berichtet, dass in Hessen noch 191 Sperranlagen auf Verkehrswegen aus der Zeit des Kalten Krieges vorhanden seien. Im Artikel werden zwei der drei letzten Wallmeister der Bundeswehr in Hessen interviewt. Insbesondere Osthessen sei ein Schwerpunkt von Sperranlagen gewesen. In ‚einigen Jahren‘ werden die letzten Sperrvorrichtungen im Zuge von Straßensanierungen abgebaut sein.

Gelnhausen. Radiofeature und Diskussion: Erinnerung an den Kalten Krieg

An die Zeit, als über 6.000 amerikanischen Soldaten in Gelnhausen stationiert waren, erinnert das Radiofeature ‚Payday – little America in der hessischen Provinz‘ von Helgard und Heike Haug. In einer Diskussionsveranstaltung diskutierten ‚die‘ Gelnhäuser über kulturellen und gesellschaftlichen Einfluß der Amerikaner in der hessischen Stadt und die Erinnerung an den Fulda Gap.

Siehe auch Seite zum Radiofeature beim Künstlerkollektiv Rimini Protokoll und einen Artikel zum Hörspiel aus 2011 aus der Gelnhäuser Neuen Zeitung

Bundesrepublik. ‚Unbequeme Denkmale‘ sind Motto des Tags des offenen Denkmals

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz erläutert das Thema des Tag des offenen Denkmals 2013 genauer und richtet sich damit insbesondere an die Veranstalter, die an diesem Tag ihre Denkmale öffnen. Das Motto bezieht sich auch auf Objekte aus der Zeit des Kalten Krieges.

Siehe auch meinen Post zum Thema im Blog

Cuxhaven. Hochbunker steht zum Verkauf

Die Stadt Cuxhaven hat festgestellt, dass ihr ein Hochbunker gehört – und sie deshalb im Falle der Entwidmung des Bauwerks für einige Kosten aufkommen müsste. Allerdings kann der im Kalten Krieg ertüchtigte Weltkriegs-Bunker nur entwidmet werden, sobald die Stadt Cuxhaven das selbst beantragt. Daher will man einen erfolgreichen Verkauf des Gebäudes zunächst abwarten.

Siehe auch Beschlussvorlage 368/2012 des Rats der Stadt Cuxhaven und Eintrag in der Datenbank der Zivilschutzanlagen bei geschichtsspuren.de.

Elmlohe / Landkreis Cuxhaven. Denkmalschutzplakette an ehemalige Grundnetzschaltstelle der Bundeswehr ausgegeben

Neben drei anderen Objekten wird die von 1966-1996 genutzte ‚Grundnetzschalt- und Vermittlungsstelle‘ der Bundeswehr vorgestellt, die als besonders gut betreutes Denkmal mit einer Denkmalplakette gekennzeichnet wurde. Der 2007 gegründete Verein ‚Vorbei‘ kümmert sich um die Erhaltung des Bauwerks. 65 Personen konnten hier einen Monat abgeschottet von der Außenwelt zubringen und das Fernmeldenetz der Bundeswehr aufrechterhalten.

Auch die Nordsee-Zeitung aus Bremerhaven berichtet von diesem Bunker. Hier wird noch ein wenig mehr erläutert, wie der Verein Vorbei als Eigentümerin den Bunker instand hält. Im Artikel wird betont, dass die Kennzeichnung eines Baudenkmals mit der Denkmalschutzplakette in Niedersachsen erst seit der Novelle des Denkmalschutzgesetzes möglich sei und dieser Bunker der erste im Landkreis Cuxhven ist, der nun derart beschildert ist.

Siehe auch Seite des Vorbei e.V. und Richtlinien zur Ausgabe der niedersächsichen Denkmalschutzplakette

Münster. Über 40 Zivilschutzanlagen

Der Autor berichtet von den über 40 Zivilschutzanlgen in Münster am Beispiel des Aegidil-Parkhauses. Die Stadt baue die Anlagen nach und nach ab. Michael Grube von geschichtsspuren.de gibt Auskunft zur Funktion der Schutzbauten. Die Datenbank der Zivilschutzanlagen auf geschichtsspuren.de habe vermutlich erst 20 % der Anlagen erfasst. Vor allem kleinere Schulschutzräume seien meist umgenutzt und kaum noch als solche zu erkennen.