Das Historische Museum Rendsburg widmet sich einer Episode vom Beginn des Kalten Krieges. Es zeigt noch bis zum 25. November die Ausstellung ‚Die norwegische Tysklandsbrigade‘. Zwischen 1947 und 1953 war diese ‚Deutschlandbrigade‘ zunächst  im Harz und dann in Schleswig-Holstein stationiert. Der Einsatz der rund 4.000 Mann starken norwegischen Truppe führte über die Jahre immerhin rund 50.000 Norweger in das Deutschland der Nachkriegszeit.

Zahlreiche Ausrüstungsgegenstände und Dokumente der Tysklandbrigade zeichnen in Rendsburg ein Bild dieser Zeit. Auch militärisches Gerät – Leihgaben des Militärhistorischen Museums Oslo – wird ausgestellt. Texttafeln erläutern den historischen Hintergrund und damit auch ein Stück Rendsburger Garnisonsgeschichte. Dabei geht es auch um die Frage, wie die meist jungen Rekruten Deutschland erlebt haben – und wie die Bevölkerung mit den fremden Soldaten in Kontakt kam.

200 norwegische Veteranen bei der Eröffnungsfeier

Die Ausstellung hat in den lokalen Medien (z. B. NDR Fernsehen, Landeszeitung, Kieler Nachrichten) wohl nicht zuletzt deshalb Aufmerksamkeit erregt, weil zur Ausstellungseröffnung am 28. September rund 200 Veteranen aus Norwegen angereist waren. Auch die Ausstellung selbst entstand in Kooperation mit Veteranen der Tysklandbrigade.

Weitere Informationen zur Geschichte der norwegischen Truppen in Deutschland gibt es auf der Homepage einer Veteranenvereinigung. Dort finden sich auch Informationen auf deutsch (auch einige Veröffentlichungen unter ‚Publikasjonar‘ sind in deutscher Sprache verfasst).

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