So ist der Titel einer Umfrage, die im Rahmen des Forschungsprojektes ‚Militarisierte Landschaften – Erinnerungslandschaften‘ jetzt unter knapp einhundert schleswig-holsteinischen Museen gestartet wurde. Gefragt werden Heimat-, Stadt- und Regionalmuseen danach, ob sie Exponate mit Bezug zum Kalten Krieg sammeln. Außerdem möchten wir gerne erfahren, welche Bedeutung die Museumsmacher dem Thema beimessen und ob sie das Thema in Ausstellungen thematisieren oder demnächst thematisieren wollen. Der Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg e.V. unterstützt die Aktion; das Forschungsprojekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert.

Kalter Krieg und Erinnerungskultur

Im Forschungsprojekt Militarisierte Landschaften – Erinnerungslandschaften: Praktiken ortsbezogenen Erinnerns am Beispiel des Kalten Krieges untersuchen wir die Frage, wie Relikte des Kalten Krieges Teil der Erinnerungskultur werden. Das ist besonders spannend, weil die erst wenige Jahrzehnte zurückliegende Epoche des Kalten Krieges noch nicht in mehr oder weniger fest gefügten Mustern erinnert wird. Hier treffen viele Gruppen, Ansichten und Praktiken aufeinander – von der staatlichen Denkmalpflege über öffentliche und private Museen bis hin zu Heimat- und Geschichtsforschern, Geocachern und Urban Explorern.

Veröffentlichung von Ergebnissen

In diesem Blog wurde schon einige Male von Museen und Ausstellungen berichtet, die sich mit dem Kalten Krieg beschäftigen. Von der Dokumentationsstätte Regierungsbunker über die Außenstelle im NATO-Bunker der MUNA Grebenhain bis zu einer Ausstellung über die Norwegische Besatzungsmacht in Rendsburg reicht die Palette. Die Umfrage unter schleswig-holsteinischen Museen dient jetzt dazu, ein vollständigeres Bild der Museumslandschaft zum Kalten Krieg im Norden zu zeichnen. Ergebnisse der Umfrage werden auch auf diesem Blog veröffentlicht; unter anderem wird es eine Karte mit Hinweisen auf Ausstellungen und Sammlungen geben. Mit einzelnen Museen möchten wir dann im Verlauf der weiteren Arbeiten noch vertiefende Interviews führen. Die Ergebnisse können interessierten Museen auch dazu dienen, sich untereinander zu vernetzen.